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Der Pokalschreck muss die Segel streichen 31. Oktober 2007

Posted by Moritz in DFB-Pokal.
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Wie gestern bereits angekündigt, folgt nun heute ein Bericht über die gestrigen DFB-Pokalspiele, bei denen auch die eine oder andere Überraschung dabei war. So blamierte sich Hertha BSC beim Regionalligisten Wuppertal und kann den Traum ein Finale im eigenen Stadion zu spielen wieder einmal um ein Jahr verschieben. Allerdins waren sie nicht der einzige Bundesligist, der gegen einen unterklassigen Gegner die Segel streichen musste, denn den VfL Bochum ereilte ein ähnliches Schicksal und zog gegen Erstligaabsteiger Aachen den Kürzeren. Auch Hannover lieferte sich lange einen spannenden Kampf mit Schalke, schied dann aber als bislang dritter und letzter ebenfalls aus.

Eine weitere Überraschung gab es aber in Bremen, als das Team nach einem lange Zeit spannenden Spiel ausschied, das als Favorit in die Partie gegangen war und vor dem so mancher Bundesligist erzitterte, der von ihr zu Boden gerungen wurde. Nachdem das in der ersten Runde bereits Leverkusen erfuhr, musste der FC St. Pauli diesmal aber auswärts antreten, wo sie auf den Nachwuchs von Werder Bremen trafen. Zunächst waren alle Augen auf Ivan Klasnic gerichtet, der für die Grün-Weißen sein Comeback gab. Allerdings war er noch nicht in der Lage sie in Front zu bringen. Dies war den Kiezkickern vergönnt. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, denn die Bremer konnten in Person von Kevin Schindler kurz darauf ausgleichen. Nach der Pause drängten die Hamburger dann auf eine erneute Führung, die jedoch nicht gelingen wollte. Trotzdem kamen sie in eine vorteilhafte Position, als sich ihre Kontrahenten mit eine Gelb-Roten Karte für ihren Kapitän Stallbaum selbst schwächten. Doch auch das vermochte ihnen nicht zu helfen kassierten sie doch kurz darauf den Rückstand, dennoch retteten sie sich fünf Minuten vor Ende noch in die Verlängerung. Doch auch dort wurde der Klassenunterschied, auch mit einem Spieler mehr, kaum deutlich und beide Mannschaften hatten den Siegtreffer auf dem Fuß konnten aber das entscheidende Tor nicht erzielen. Werder musste das Spiel sogar nur zu Neunt beenden, nachdem sie zwei Minuten vor Schluss erneut Gelb-Rot kassierten. Im darauf folgenden Elfmeterschießen, dem einzigen des Abends, setzten sich die Bremer dann endgültig verdient durch und schafften woran bereits einige Bundesligisten gescheitert sind.

Auch die Hertha aus Berlin schied gegen einen Nordregionalligisten aus. Gegen den Wuppertaler SV war man ohne die Leistungsträger Pantelic, Gilberto und Lucio nur in der ersten halben Stunde in der Lage gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, wo man allerdings versäumte in Führung zu gehen. So traf Okoronkwo in der größten Chance nur den Pfosten. Danach merkten die Gastgeber schnell das gegen ein uninspiriert auftretende Mannschaft etwas zu holen ist und trauten sich mehr und mehr nach vorne, so dass Drobny dann bereits schon vor der Pause eine Chance der Nordrhein-Westfalen parieren musste. In der zweiten Halbzeit verstärkten sie ihren Vorwärtsdrang und wurden auch noch durch viele Fehler, des Verunsicherten Bundesligisten unterstützt. Dieser allerdings hielt noch das torlose Unentschieden. Eine Viertelstunde vor Schluss kassierte dann Josip Simunic nach einer Tätlichkeit die Rote Karte womit die Verunsicherung bei der alten Dame komplett war. So dauerte es auch bis zum Rückstand nicht allzu lange und der Regionalligazweite führte gegen den Bundesligisten. Doch anstatt sich aufzubäumen und mit aller Macht auf einen Ausgleich zu drängen kam nicht viel und Wuppertal konnte sogar noch erhöhen und somit alles klar machen. Nach einer desolaten Leistung unter aller Kritikwürdigkeit sind die Berlinder nun schon zum vierten Mal in den vergangenen sechs Jahren an einem Regionalligisten gescheitert, was sich langsam zu einem ernsthaften Motivationsproblem bzw. einem Komplex auszuweiten scheint.

Anders als die alte Dame Hertha scheinen sich die Spieler von Hansa Rostock einmal richtig ihren ganzen Alltagsfrust aus dem Abstiegskampf von der Seele geschossen zu haben. Dabei nahm die Hansakogge vor allem in der ersten halben Stunde mächtig Fahrt auf und raste regelrecht auf das Ziel Weiterkommen zu. Der Zweitligist aus Offenbach hatte dem nichts entgegen zu setzen und musste einem wahren Torrausch zuschauen, in dem Hansa innerhalb von 13 Minuten vier Tore erzielte und somit bereits lange vor der Pause alles klar machte. In Hälfte Zwei schalteten sie dann einen Gang zurück und konnten gegen resignierte Offenbacher noch zwei weitere Treffer folgen lassen. Damit konnte man an der Ostseeküste ordentlich Selbstvertrauen tanken, der vielleicht zu einem erneuten Aufschwung in der Bundesliga führen könnte.

Im Bundesligaduell zwischen Schalke und Hannover brauchten die Knappen die Verlängerung um sich durchzusetzen und nach den letzten Spielen wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren. Dabei war es eine Pokalpartie, die so gar nicht den Charakter einer solchen entwickelte. Beide Teams blieben zunächst harmlos und betrachteten den Strafraum des jeweils anderen zunächst als Landschaftsschutzgebiet. Doch nach und nach nahm die Partie ein wenig Schwung auf als die 96er merkten, dass sie möglicherweise doch nicht als Verlierer vom Platz gehen müssen. Auch im zweiten Durchgang passierte nicht viel und die nun überlegenen Königsblauen waren nicht in der Lage eine ihrer wenigen Chancen zum goldenen Tor zu nutzen. In der nun folgenden Verlängerung verstärkten die Gelsenkirchener weiter ihre Offensivtätigkeiten und wurden durch einen von Rafinha getretenen und am Pfosten sowie danach von Enke ins Tor prallenden Ball belohnt. Danach erwachten auch die Hannoveraner wieder und suchten ihr Heil in der Offensive. Kurz vor Ende wurden ihre Hoffnungen aber durch einem Kontertreffer von Kuranyi zerstört, der den Einzug ins Achtelfinale klar machte.

Soviel soll es nun zu den interessantesten Partien des gestrigen Abends gewesen sein. Nachdem Max gestern einigermaßen überrascht feststellte, dass schon ein Drittel der Saison vorbei ist, kann ich dem nur hinzufügen, dass nach den letzten acht Partien heute Abend bereits drei Viertel der Vereine, die sich aufmachten den Pokal zu holen, bereits zuschauen müssen. Abschließen wünsche ich allen natürlich noch viele schöne Tore und eine einzigartige Pokalatmosphäre.

Bundesliga-Splitter #11 30. Oktober 2007

Posted by M@x in Bundesliga.
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Langsam und nahezu unbemerkt von mir schreitet die Saison in einem schnellen Tempo voran. Das erste Drittel dieser Spielzeit ist bereits wieder vorbei und langsam arbeiten sich die Kräfteverhältnisse raus. Nach den alljährlichen Überraschungen sind mittlerweile in etwa die Teams an der Spitze des Klassements, die dort auch erwartet wurde. Analog dazu das Bild am Tabellenende.

Nach äußerst durchwachsenem Saisonstart möchte der deutsche Meister endlich von eben diesem Ende der Tabelle loskommen und sich zumindest wieder in Richtung der Europapokalplätze bewegen. Vergangene Woche hakte Trainer Armin Veh zumindest verbal die Champions League ab. Ob es an dem dadurch abgefallenen Druck liegt, oder einfach nur an einer anderen Einstellung als bei den letzten Arbeitsverweigerungen, hauptsache der VfB gewinnt wieder. Gestärkt von den Rückkehrern Hitzlsperger und Khedira gelang dem jungen Nachwuchskicker Andreas Beck im elften Einsatz sein erstes Tor. Nun gilt es aber in den nächsten Tagen die positiven Ansätze mitzunehmen und bereits am kommenden Wochenende nachzulegen. Eine wahrlich seltsame Wortkreation hält Rudi Völler für die Leistung seiner Leverkusener bereit: „Ergebniskrise“ umschreibt die letzten Partien aber eigentlich ganz treffend. Ohne wirkliche Glanzpunkte zu setzen hätte die Werkself aber in jedem Fall mehr verdient, als den momentan zehnten Tabellenrang. Als misslungen darf Coach Michael Skibbe das Experiment mit Lukas Sinkiewicz im defensiven Mittelfeld bezeichnen. Ebenso kann das tschechische Talent Michal Papadopoulos seine Bundesligatauglichkeit auch knapp zwei Jahre nach seiner Ankunft in Leverkusen nicht nachweisen. Papadopoulus agierte völlig indisponiert und wurde bereits in der 36. Minute durch Gekas ersetzt. Momentan fehlt Bayer einfach ein Erfolgserlebnis, dann stellen sich auch die Resultate wieder ein.

Das Topspiel der elften Spielrunde war sicherlich die Begegnung in Gelsenkirchen zwischen Schalke und Werder Bremen. Beide Mannschaften waren zuvor in der Champions League aktiv, allerdings mit völlig unterschiedlichen Resultaten. Vor natürlich ausverkaufter Hütte entwickelte sich ein interessantes Partie, welche aber vor allem von den Abwehrreihen geprägt wurden. Das Duo Naldo/Mertesacker lieferte eine exzellente Leistung ab, auf der Gegenseite stach wieder einmal Jermaine Jones mit seinem Einsatzwillen heraus. Während der letzten Spiele kristallisiert sich für Schalke-Coach Mirko Slomka eines dieser sagenumwobenen „Luxusprobleme“ heraus: Im Mittelfeld hat einer ein großes Angebot hochgradig qualifizierter Spieler – aktuell kann Carlos Großmüller für sich werben, u.a. mit dem Führungstreffer gegen Werder. Aber auch Rakitic, Bajramovic und Azaouagh sind keine Unbekannten und geben Slomka eine Reihe an Variationsmöglichkeiten. Bei den Bremern lichtet sich das Lazarett, die Fortschritte in den letzten beiden Wochen sind nicht zu übersehen. Wie auch immer – Schalke und Werder gehören in vorderster Front zu den Bayern-Verfolgern.

Profitiert von der Punkteteilung der Beiden hat der Hamburger SV. Das 1:0 in Duisburg war bereits der siebente Saisonsieg und katapultiert das Team von Huub Stevens auf den zweiten Tabellenrang. Und das ganz ohne Rafael van der Vaart. Mit Olic als Stoßstürmer und Mohamed Zidan hat der Coach eine optimale Mischung gefunden, zudem zieht Trochowski aus dem Mittelfeld ganz hervorragend die Fäden und bietet sich auch nach der Rückkehr vom Kapitän van der Vaart für einen Platz im Team an. Nach der katastrophalen Vorrunde im Herbst 2006 wirkt der HSV wieder gefestigt wie einst in den Doll’schen Glanzzeiten. Besonders auffällig ist die Effektivität, jedenfalls war es nicht der erste 1:0-Sieg in dieser Saison. Auch die in Hamburg traditionell schnell eintretende Selbstzufriedenheit scheint Stevens gut im Griff zu haben. Selbstgefällig ist auf keinen Fall der MSV Duisburg. Nach den letzten Partien weiß jeder im Umfeld der „Zebras“, wohin die Reise geht. Bereits jetzt steckt Rudi Bommers Mannschaft im Abstiegskampf und balgt mit den anderen Verdächtigen um ein Ticket für die kommende Spielzeit.

Unerwartet im Abstiegskampf steckt der Pokalsieger aus Nürnberg. Nachdem vor einer Woche bereits ein Aufschwung prognostiziert wurde, ging es am Samstag in Wolfsburg wieder zwei Schritte zurück. In Rückstand gebracht durch ein Eigentor von Angelos Charisteas gelang den Franken über die 90 Minuten nicht viel, die schlechten Leistungen durchzogen alle Mannschaftsteile, auch Torwart Jaromir Blazek nicht ausgenommen. Es ist ein ganz ähnlicher Fall wie in Stuttgart: Nach einer erfolgreichen Saison können die Spieler zunächst nicht nochmal die Leistung der Vorsaison abrufen. Nur ist in Nürnberg das Kaderpotential wesentlich geringer, um den Absturz abzufangen. Jedoch vertraue ich weiter auf Hans Meier, der auch solche Situation schon durchlebt hat und die aktuelle Situation sicher von allen Beteiligten am Besten einordnen kann. Im Gegensatz zu Nürnberg haben sich die Wolfsburger nach anfänglichen Problemen und viel entgegenkommender Skepsis stabilisiert. Mittlerweile ist die Truppe von Supervisior Felix Magath auf dem siebenten Tabellenrang gelandet. Ist der Einfluss von „Quälix“ doch größer als gedacht? Nach der durchwachsenen Zwischenstation in München stellt sich heraus, dass Vereine vom Schlage Stuttgart oder Wolfsburg für die Qualitäten Magaths besser geeignet sind. Besonders auffällig agierte gegen Nürnberg das komplette Mittelfeld, welches durchgehend eine ansprechende Leistung zeigte.

Soweit meine interessantesten Eindrück vom elften Spieltag. Als Spieler des Tages nominiere ich Andreas Beck, der mit seinem Bundesliga-Debüt-Tor einen ersten Grundstein für den Aufschwung des kriselnden Meisters gelegt haben könnte.

Die meisten Bundesligisten müssen heute und morgen im DFB-Pokal antreten. Die Berichterstattung dazu gibt es morgen von Moritz. Als kleine Einstimmung möchte ich einen kuriosen Artikel von Eurosport verlinken, der mit einigen gewagten Prognosen zum Schmunzeln anregt. Damit wünsche ich einen wunderschönen Feiertag, oder an alle von diesem Luxus Befreiten einen angenehmen Mittwoch!

Das Warten auf den Aufschwung geht weiter… 28. Oktober 2007

Posted by Moritz in Bundesliga, Nordostfussball.
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Nach dem umstrittenen Trainerwechsel von Petrik Sander zu Bojan Prasnikar, für den der Verein viel kritisiert wurde, scheint bisher noch nicht die erhofften Früchte getragen zu haben. Zwar übertraf er in den letzten Spielen die bisherige Punktausbeute und erhöhte den Zählerstand mit dem gestrigen Spiel auf schon derer fünf.

Doch in den letzten Spielen insbesondere auch am Samstag gegen Bielefeld wurden die Mängel, die weiter bestehen blieben, mehr als sichtbar. Die größte Stärke der Mannschaft, wenn man überhaupt von Stärke reden kann, liegt sicherlich immer noch im Defensivbereich. Doch dort konnte man sich zuletzt wieder ein wenig stabilisieren. Allerdings lässt man immer noch zu viele Gegentore zu, woran sicherlich auch zuletzt Torwart Piplica nicht ganz unschuldig war und seinen Vorderleuten des Öfteren einen Bärendienst erwies mit seinen Taten. Daher kam der immer wieder geforderte und viel diskutierte Gerhard Tremmel gegen Bielefeld zum Einsatz und der ehemalige Publikumsliebling Piplica musste mit der Bank vorlieb nehmen.

Dort konnte er sich auch gleich auszeichnen und hielt seinen Kasten tatsächlich auch bis weit in die zweite Halbzeit sauber. Einen großen Teil dieses Erfolges kann man aber sicher auch der Bielefelder Mannschaft anrechnen, die in einem anscheinend gänzlich unansehnlichen Spiel offensiv bis auf die Anfangsphase und dem Gegentor nichts wirklich Erwähnenswertes bot. In einem ähnlichen Zustand befindet sich schon seit längerem die Offensive der Cottbuser. Der Mannschaftsteil, der letzte Saison immer wieder vom kongenialen Paar Radu und Munteanu inspiriert wurde, war zu Saisonbeginn zu Gunsten der finanziellen Einnahmen auseinander gerissen worden und hat sich seitdem nicht mehr gefunden.

Aber auch dort ist ein „leichter“ Aufschwung in der Ära Prasnikar auszumachen, denn immerhin fielen in den letzten vier Spielen unter ihm vier Tore. Eins mehr als in den sieben Spielen vor ihm. Doch noch immer sind sie, trotz größter Bemühungen wie nach dem Gegentor in Bielefeld, nicht wirklich in der Lage Druck aufzubauen und zu viele Angriffe verlaufen noch im Sande, da der entscheidende Pass nicht gegeben wird und man lieber noch einen Sicherheitspass schlägt. So gelang der glückliche Ausgleich am gestrigen Samstag auch erst in der Nachspielzeit nach einem Freistoß, nach dem es Energie trotz größter Anstrengungen und frischen Kräften zuvor nicht gelungen war eine Torchance herauszuspielen. Schlimmer noch man öffnete sein Spiel so weit, dass die bis dahin harmlose Arminia fast zum entscheidenden Kontertor gekommen wäre, bei der der Ball nur mit viel Glück am eigenen Tor vorbeirollte.

Dass vor allem im Angriff ein mehr als dringender Handlungsbedarf besteht, hat nun auch das Präsidium erkannt, nachdem es in der Ära Sander mehrfach Streit um die Kadergestaltung gab. So ist man durchaus am in Wolfsburg unglücklichen Radu interessiert, allerdings dürften bei möglichen Transfer wieder die Finanzen den größten Hemmschuh darstellen und echte Verstärkungen für den Verein in der Winterpause zusätzlich erschweren.

Doch auch der leichten Verbesserungen darf man sich derzeit weiter nicht bundesligatauglich nennen, ist man doch in letzter Zeit zu häufig Punktelieferant gewesen und in letzter Minute noch mehr als glücklich ein wichtiges Tor erzielt, nachdem man vorher wieder einmal einem Rückstand hinterher laufen musste. Auch macht das nächste Programm nicht unbedingt Mut auf eine schnellere Besserung, kommt es doch, nachdem man im DFB-Pokal bereits die Segel streichen musste, bereits am Freitag zum Gastspiel von Schalke in Stadion der Freundschaft. Danach fährt man nach Rostock und Bremen. Sollte nicht unerwarteter Weise ein Erfolgserlebnis eintreten, wird man wohl endgültig auf unabsehbare Zeit den Anschluss, der trotz der Serie von mehr als einem halben sieglosen Jahr nur vier Punkte beträgt, verlieren. Im Falle eines Wunders aber hat es Rostock vorgemacht, wie schnell es wieder aufwärts gehen kann und so geht das Warten auf den Aufschwung weiter, denn die Hoffnung stirbt immer noch zuletzt. In diesem Sinne wünsche ich einen hübschen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche.

6 Siege und 2 Niederlagen 26. Oktober 2007

Posted by Moritz in Champions League, UEFA-Pokal.
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Heute gibt es einmal ein kombinierten Bericht über die internationalen Geschehnisse mit Bundesligabeteiligung. Nach dieser Woche internationalen Fußballs bleibt allerdings trotz der positiven Bilanz erneut nur die Erkenntnis, dass wirkliche Erfolge wohl nur noch im Uefa-Cup zu erwarten sind. Die deutsche Champions League Delegation scheint ohne Bayern München dieses Jahr weiter nicht in Tritt zu kommen, einzig Werder Bremen konnte einen Sieg herausspielen und damit die ersten Punkte der Saison einfahren. Schalke und Stuttgart hatten nicht einmal den Hauch einer Chance und verloren beide mit 2-0. Ein ganz anderes Bild zeigt sich hingegen im Uefa-Pokal, wo alle Vertreter ihre Partien gewannen und somit in der damit begonnenen Gruppenphase ein makelloses Hemd besitzen.

Dem Auftakt in diesen Champions League Spieltag folgte bereits die traurige Ernüchterung, da trotz aller Hoffnungen der VfB Stuttgart weiter Punktelieferant für die Gruppenmitglieder bleibt und gegen die bisher tor- und punktlosen Franzosen von Olympique Lyon ein einen deutschen Meister unwürdiges Spiel darboten. Zu Beginn sah es noch so aus als könnten die Schwaben noch mit ihrem Gegner mithalten und setzten sogar einige wenige Offensivakzente gegen eine Mannschaft die zunächst abwartete was der Spielpartner aus dem Nachbarland zu leisten im Stande ist. Diese „Analyse“ war nach rund zwanzig Minuten dann aber beendet und die Lyonnais wurden aktiver und bestimmen mehr und mehr das Spiel, was zu mehreren Chancen führte. Dass es nach der ersten Hälfte noch Unentschieden stand ist einzig der Verdienst von Raphael Schäfer, der bis dahin alle Chancen vereitelte und somit die Möglichkeit auf einen Sieg weiter am Leben hielt. Auch in der zweiten Halbzeit legten die Schützlinge von Trainer Armin Veh ihre Unsicherheit nicht ab, was dann irgendwann logischerweise nach einer Ecke und vielen Fehlern zum Gegentreffer führte, bei dem Schäfer keine Chance hatte, da der Schuss, den Fabio Santos nach einem schwachen Kopfball von Osorio, aufs Tor gab, kurz vor ihm noch abgefälscht wurde. Damit war es vorbei und Stuttgart zeigte nun gar nichts mehr und spielte weiter wie von einem anderen Stern. Die kopflose Abwehr ließ sich nun ein ums andere Mal aushebeln und kassierte folgerichtig noch das zweite Gegentor. Für Olympique war es der erste Sieg seit mehr als vier Spielen und Stuttgart ein passender Aufbaugegner um international vielleicht noch etwas reißen zu können. Die Schwaben leisteten sich jedoch einen weiteren Offenbarungseid gegen den Meister aus dem Hexagon und erreichten damit einen neuerlichen Tiefpunkt und braucht sich nun keinerlei Hoffnung auf einen längeren Aufenthalt im internationalen Geschäft machen. Außerdem machte die Mannschaft nicht den Eindruck den Sturzflug in absehbarer Zeit bremsen oder gar umkehren zu können. Bei den schweren Aufgaben der nächsten Wochen in der Bundesliga wird es schwer wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis einzusammeln und so wird es im Verlaufe der Saison wohl ein langer Kampf gegen den Abstieg werden für den noch amtierenden Meister.

Mit dem gleichen Ergebnis mussten auch die Schalker, die ohne Kevin Kuranji auskommen mussten, aus London wieder abreisen nach dem ein erneuter Patzer von Jungtowart Manuel Neuer die eigene Mannschaft bereits früh fast aller Chancen auf ein erfolgreiches Auftreten beraubte. Den Schuss den Florent Malouda nach vier Minuten abgab war ein dankbares Geschenk für jeden Torwart zu Beginn eines Spiel gewesen. Nicht jedoch für Manuel Neuer, der den Ball durch die Arme flutschen ließ wie ein Stück Seife. Dieses Tor gab Chelsea offenbar die Sicherheit die es brauchte um gegen nun verunsicherte Gelsenkirchener in Ruhe abzuwarten ob von der anderen Seite etwas Gefährliches hervorgebracht werden würde. Da dem aber nicht so war verlegten sie ihr Spiel bald wieder nach vorne und bedrohten des Öfteren das Schalker Tor. Die zweite Halbzeit lieferte dann ein Abbild der ersten. Bereits nach zwei Minuten köpfte Drogba den Ball nach einer Flanke ein und wieder schien Neuer nicht ganz unschuldig am Gegentor zu sein. Mit diesem Vorsprung im Rücken schalteten die Londoner gleich zurück und ließen den weißen Königsblauen mehr Raum den diese aber nicht in zählbares umsetzen können und somit verdient verloren und Chelseamäzen Abramowitsch damit einen hübsches Geschenk zum Geburtstag machten. Da Trondheim Valencia aber überraschend schlug, hat man noch alle Chancen auf ein Weiterkommen und befindet sich aktuell auf Platz drei, allerdings muss man dafür in der Rückrunde mehr Punkte sammeln als die drei gegen die Norweger.

Das einzige Erfolgserlebnis in der Königsklasse gab es auf Seiten des nächsten Schalker Gegners, den Bremern, die den optimistischen Tönen von vor dem Spiel auch Taten folgen ließen. So entwickelten sie wieder einmal trotz eines defensiv eingestellten Gegners ihren zauberhaften und druckvollen Spielfluss, dem die Italiener von Lazio Rom nicht viel entgegen zu setzen hatten. Allerdings dauerte es eine Weile bis die Hanseaten eine ihrer Chancen nutzen konnten. So war es Sanogo, der nach einer halben Stunde einnetzte. Die Italiener waren ihrerseits vor allem durch Freistöße und Konter gefährlich, die allerdings folgenlos blieben. Anders als gegen Piräus behielt aber Bremen nach der Pause sein Spiel bei und konnte die Führung durch Almeida erfolgreich ausbauen. Der Gegentreffer kurz vor Schluss konnte somit auch nichts mehr an einem verdienten Sieg der Bremer ändern, die mit dem Pflichtsieg die ersten Punkte in der Champions League holten. Damit befindet sie sich auf einem guten Weg das Achtelfinale noch zu erreichen. Allerdings müssen sie ihren Formanstieg demnächst auch wieder unter Beweis stellen auch wenn der Aufschwung mit den langsam zurückkehrenden Stammkräften vielversprechend erscheint. Am Ende steht jedenfalls ein überzeugender Erfolg, eine Mannschaft die wieder Freude verbreitet und Mut macht für die nächsten Spiele.

Den wieder einmal eher ernüchternden Ergebnissen mit Ausnahme des Bremer Sieges setzten sich zum Glück nicht im Donnerstagswettbewerb fort. Dort, im Uefa-Pokal, konnten alle Mannschaften gestern mehr oder weniger überzeugen und zumindest gewinnen.

Den Anfang machte dabei Bayer Leverkusen, die den FC Toulouse aus Frankreich zu Gast hatten. Der Schütze des goldenen Tores war dabei Stefan Kießling, der damit die Leverkusener nach zuletzt vier sieglosen Partien auf die Siegerstraße brachte. Der Sieg war allerdings alles andere als deutlich und zu Ende der Partie sogar noch als glücklich zu bezeichnen, da die Franzosen, ihres Zeichens Tabellenzehnter der Ligue 1, vor allem in der zweiten Hälfte auf den Ausgelich drängten ihre zahlreichen Chancen aber kaum nutzten. Zu Beginn des Spiels war es ebenfalls die Werksmannschaft, die zittern musste, da Rene Adler eine Ecke nicht festhalten konnte und den Ball nur mit einem beherzten Sprung noch vor dem vollständigen Übertreten der Linie retten konnte. In der Folge hatten sie aber mehrere Chancen, von denen eine Kießling nutzte. Nach der Pause wurden sie aber zu passiv und ließen zu viele Chancen zu während nach vorne auf Grund vieler Ballverluste kaum etwas ging.

Im Gegensatz dazu hatte der HSV gegen den norwegischen Meister Brann Bergen keinerlei Probleme und siegte verdient mit 1-0, wobei der Sieg durchaus höher hätte ausfallen können wenn man ein paar der Chancen konsequenter genutzt hätte. In der ersten Hälfte allerdings gab es kaum nennenswerte Szenen, da die Hamburger zwar das Spiel beherrschten aber nicht vor das Tor kamen. Auch in der zweiten Hälfte blieb es erst einmal dabei, dass die Hanseaten die Defensive der Norweger nicht knacken konnten und es immer wieder mit Fernschüssen versuchen mussten. So fiel dann auch nach gut einer Stunde der Führungstreffer, als Kompany aus rund 20 Metern abzog und den Innenpfosten traf, von dem der Ball ins Tor abprallte. Auch danach blieb man überlegen konnte aber kein weiteres Tor erzielen und fuhr damit einen ungefährdeten Sieg ein, der ihm ebenfalls einen Einstand nach Maß bescherte.

Der letzte im Bunde, der deutsche Rekordmeister, hatte eine erheblich schwerere Aufgabe zu bewältigen. Auf einem Spielfeld, der gelinde gesagt nicht wirklich bespielbar war, hatte der Rote Stern aus Belgrad zunächst den besseren Beginn und sich schneller auf die Verhältnisse eingestellt. Nach einer Viertelstunde erzielte Koroman nachdem er an Lahm vorbeizog, den Führungstreffer. Doch die Bayern, die ohne ihre Sptizenkräfte Ribery und Toni sowie Demichelis antrat, schlug postwendend zurück, als Klose einen Abpraller vom serbischen Torwart nach einem 30-Meter-Schuss von Lucio verwertete. Dabei kamen ihnen die Platzverhältnisse sogar entgegen, da diese den Ball erst unhaltbar für Radjelovic machten. Die Münchner versuchten danach weiter mit spielerischen Mitteln den Serben beizukommen konnten sich aber nicht entscheiden durchsetzen. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zunächst höhepunktsarm und bot nicht wirklich viel Spannung. Erst in der 74. Minute gab es dann mit der erneute Führung für Roter Stern einen Wachmacher. Aus kanpp 30 Metern feuerte ein Serbe ein Verlegenheitsschuss ab – und traf an Rensing vorbei, der bei dem Gegentor nicht gut aussah. Danach warteten die Bayern auf ihre Chance, die ihnen ihre Nachwuchskraft Kroos gleich im Doppelpack bescherte. Erst bereitete er mit einem Freistoß das zweite Tor Klose vor, bevor er mit einem Freistoß Sekunden vor Schluss tatsächlich noch die Führung erzielte. Dabei hoppelte der Ball durch den Strafraum und rollte erneut an Radjelovic vorbei. Letztendlich gewannen sei dieses Spiel in ihrer typischen Bayernmanier abgeklärt aber durchaus auch glücklich in Anbetracht der späten Tore und eines Rasens der wortwörtlich zum Einsinken war.

Somit gewannen alle Uefa-Pokalvertreter, mit Ausnahme der spielfreien Nürnberger, ihre Spiele und haben somit eine optimale Ausgangssituation für die kommenden Aufgaben. Ganz anders stellt sich hingegen die Situation in der Königsklasse dar, in der Bremen nun zwar wieder auf die Beine gekommen zu sein scheint, aber vor allem die Stuttgarter deutlich abfallen und nur noch eine Abschiedstournee planen können, da ihre Priorität nun eindeutig und alleinig auf der Bundesliga zu liegen hat und auch liegt. Somit haben allein die Schalker und die Bremer noch eine reelle Chance auf ein Weiterkommen, wobei beide noch ein anspruchsvolles Programm vor sich haben und noch mindestens zwei Siege brauchen oder besser noch alle drei Spiele gewinnen. In diesem Sinne wünsche ich noch allen ein schönes Wochenende.

Königsklasse kompakt 22. Oktober 2007

Posted by M@x in Champions League.
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Aus Zeitgründen heute nur ein kurzer Aufhänger zum dritten Spieltag der Champions League, also ein Blick auf die Spiele der deutschen Mannschaften. Die Ausgangslage ist eigentlich bei allen drei Mannschaften gleich: Um weiterhin vom Erreichen der K.O.-Runde träumen zu können, heißt es Siegen, Siegen und nochmals Siegen. Dabei können sich Werder und Stuttgart keine weiteren Patzer erlauben, Schalke würde zumindest für den ersten Teil der Aufgabe ein Punkt genügen. Die drei Spiele im Überblick:

VfB Stuttgart – Olympique Lyon (Di., Schiri: Batista/POR)

Kann es sich der deutsche Meister momentan eigentlich erlauben, einen Gedanken an das Achtelfinale zu verschwenden? Da ist einerseits die schlechte Ausgangsposition. Andererseits regt die prekäre Lage in der Bundesliga zum Nachdenken über einen Vergleich mit dem Hamburger SV anno 06/07 an. Daran kam letzte Woche auch der kicker nicht mehr vorbei. Doch da Trübal blasen keinen Sinn macht, nennen wir doch die große Chance der Schwaben: Olympique hatte einen katastrophalen Start in die Champions League Saison, ging zuletzt gnadenlos im eigenen Stadion gegen die Rangers unter. Mittlerweile läuft es zwar wieder in der Ligue 1, aber ob es für europäische Ansprüche reicht, bleibt fraglich. In jedem Fall treffen hier zwei strauchelnde Landesmeister aufeinander.

Chelsea London – Schalke 04 (Mi., Schiri: Fröjdfeldt/SWE)

Mit dem Erfolg in Trondheim haben sich die Schalker wieder in eine gute Ausgangsposition manövriert. Um allerdings selbige nicht gleich wieder zu verspielen, sollte aus den folgenden zwei Duellen mit Schalke zumindest ein Sieg mitgenommen werden. Am Mittwoch an der Stamford Bridge wird das wohl sehr schwierig. Dennoch spekuliere ich auf einen Punkt. Dazu muss aber zumindest eine erkennbare Leistungssteigerung zum 1:1 in Rostock am Wochenende kommen. Chelsea hingegen fängt sich nach dem schwachen Auftakt in Liga und Königsklasse und impliziertem Trainerwechsel langsam wieder. Mit einem Sieg gegen den deutschen Vizemeister wäre die Star-Truppe aus London wieder auf Kurs Achtelfinale.

Werder Bremen – Lazio Rom (Mi., Schiri: Benquerenca/POR)

Der Auftrag an Werder ist klar: Die beiden Spiele gegen Lazio müssen gewonnen werden. Ohne Wenn und Aber! Die unnötige Niederlage gegen Olympiakos Piräus war ein heftiger Rückschlag für die Hanseaten, allerdings ist noch nichts verloren. Um diese Schmach wieder auszubügeln ist aber der erste Schritt gegen Lazio nötig. Die Römer selber sind aber auch nicht zu unterschätzen, konnte sie am letzten Spieltag doch Real Madrid ein 2:2 abtrotzen. Ein Vorteil für Werder sollte sein, dass einige etablierte Akteure nach und nach wieder in die Mannschaft zurückkehren und damit Thomas Schaaf nach Wochen der Entbehrung wieder auf die erfolgreiche Formation vergangener, aber noch nicht vergessener Zeiten zurückgreifen kann.

Soweit zur Kurzeinschätzung des 3. Spieltages. Ab der nächsten Woche nimmt die Frequenz an dieser Stelle wieder zu, bereits am Donnerstag gibt es (planmäßig) eine detaillierte Analyse des Spieltages, dann auch wieder mit mehr als drei Spielen. Mit dem Ende der Freizeitpark-Saison am 31. Oktober kann ich meine Aufgaben wieder breiter verteilen, sodass mehr Zeit für den Blog bleibt!

Das TV-Programm für den dritten Spieltag gibt es wie immer bei der-kommentator am Dienstag. Ich für meinen Teil werde am Dienstag mit der Konferenz vorlieb nehmen, um mich am Mittwoch ganz dem „blauen Duell“ Chelsea gegen Schalke zu widmen. Viel Spaß an diesen Europapokalabenden!