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Endgültiges Ende von Jentzsch in Wolfsburg 18. Januar 2008

Posted by Moritz in Bundesliga.
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Am heutigen Geburtstag eines der ganz großen deutschen Torhüter, dem „Teufelskerl“ Toni Turek, dürfte für einen, der sich oft auf dem Sprung in die Nationalmannschaft befand und vor knapp vier Jahren bereits die umstrittene Asientournee mit antrat, ein neuer Tiefpunkt erreicht und das Kapitel Bundesliga erst einmal geschlossen sein. Die Rede ist von Simon Jentzsch, der heute von Felix Magath endgültig die Freigabe sich einen neuen Verein suchen zu können bekam, nachdem er bereits seit mehreren Spielen nur noch zuschauen durfte und nicht mehr in das Konzept passte.

Der langjährige Stammkeeper geriet in der Vorrunde zusehends unter Kritik, da er nicht an die Form bereits länger vergangener Spielzeiten anknüpfen konnte und in der bisherigen Saison noch etwas weiter abfiel. Tatsächlich konnte er mit der Mannschaft von Hoffnungstrainer Magath nur im Bundesligaspiel gegen die in der Offensive braven und freundlichen Rostocker ohne Gegentor auskommen. Zwar spielte er zuweilen unsicher und nicht sehr überzeugend, aber einen sicher nicht allzu geringen Anteil daran dürften auch seine Vorderleute haben, die stets für gefährliche Situationen gut waren.

Doch die Flut an Gegentreffern, die die eigene Tore des Öfteren überflüssig machten, ließen wohl beim Trainer die Hutschnur reißen, so dass er seine Nummer Eins zur Hälfte des 15. Spieltages auswechselte und seitdem nicht mehr in den Kasten ließ. An seiner statt durfte nun der drei Jahre ältere Andre Lenz mit nur minimal besseren Erfolg das Tor betreuen, dem sicher kaum die Zukunft gehören wird. Bisher hielt sich Felix Magath zurück in Sachen klarer Ansage in der Torwartfrage. Zwar suchte der Verein bereits vor der überraschenden Absetzung einen neuen Torhüter. Allerdings wurde man dabei noch nicht fündig. So blieb stets die Frage wie es weiter geht mit der vakanten Nummer 1. Da Magath erst vor kurzem noch sagte das Gespräch mit Jentzsch zu suchen, kommt dieser „Rausschmiss“ doch recht überraschend, vor allem da noch kein Nachfolger präsentiert werden konnte. Das dürfte zum einen daran liegen, dass der Verein nicht den Eindruck macht endlich seinen Worten Taten folgen zu lassen und etwas höher als im tristen Mittelfeld anzugreifen, zum anderen an den eigenen Ansprüchen, die bisher durchaus nicht unbekannte Namen wie Lehmann und Hildebrand anstrebten. Desweiteren sagten die bisherigen Wunschkandidaten ab. Nachdem der Wechsel von Lehmann bereits recht früh nicht mehr zur Debatte stand, betonte nun auch der Berater von Heinz Müller, dass dieser seine Zukunft in England sehe.

So wird die intensive Suche nach einer Lösung, die den hohen Ansprüchen des Felix Magath erst einmal weiter gehen. Der aktuelle Favorit auf einen Platz im Wolfsburger Kasten scheint der 24-jährige Schweizer Diego Benaglio vom portugiesischen Klub CD Nacional Funchal sein, der in Deutschland bereits zu Magaths Zeiten in Stuttgart bei den Amateuren tätig war.

Simon Jentzsch dürfte das relativ egal sein, da er nach nun 142 Partien in den Farben der Wolfsburger keine neue mehr hinzukommen lassen kann. Für ihn sollen bereits mehrere Angebote aus dem Ausland vorliegen, auch wenn seine Zukunft nun erst einmal unklar sein dürfte.

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